Schutzvorrichtungen für Fenster - Sicher vor Lärm, Feuer und Unfällen

Mit großen, bodengleichen Fenster ist eine Wohnung immer hell und freundlich. Aber nicht nur der Wohnkomfort ist wichtig – auch die Sicherheit sollte bei der Auswahl der Fenster eine Rolle spielen. Entscheiden Sie sich für die richtige Ausstattung: Mit dem passenden Glas sind Sie vor Lärm und Bränden optimal geschützt und eine Kinder- oder Absturzsicherung verhindert effektiv Unfälle. Informieren Sie sich gleich hier auf Fenster-Magazin.de.

Flüsterleise Wohnungen mit Aussicht

Ob Autobahnzubringer, Einflugschneise des Flughafens oder auch nur der Berufsverkehr – viele Wohnumgebungen sind lauter, als es wünschenswert ist. Damit der Lärm nicht bis in die Wohnung dringt und die Gesundheit gefährdet, muss die Wohnung gut gedämmt sein.

Tipps für eine effektive Schalldämmung:
  1. Fugen zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk abdichten.

  2. Auf ein gutes Schließen der Fensterflügel achten.

  3. Dicke Fensterscheiben wählen.

  4. Bei Mehrfachverglasungen unterschiedliche Scheibendicken und einen großen Scheibenabstand bevorzugen.

  5. Auf ein günstiges Fensterformat setzen: Kleinere, rechteckige Fenster dämmen besser als große, quadratische Fenster.

  6. Schallschutzfenster der jeweiligen Schallschutzklasse einbauen.

Je nach Umgebungslautstärke und Raumnutzung gibt es in der DIN-Norm 4109 unterschiedliche Vorgaben für eine ausreichende Schalldämmung. Dabei gilt: Die höchste Schalldämmung wird für Schlafräume eingefordert, Wohnräume sollten ebenfalls ein relativ geringen Lärmpegel aufweisen, Büros sind am wenigsten vor Lärm zu schützen.

Schallschutzklassen & Fenstertypen

Außenlärmbelastung entspricht z.B.: notwendige Schallschutzklasse Dämmung in Dezibel (dB) Fenstertyp
bis 55 dB Radio, TV in Zimmerlautstärke SK1 25–29 dB Einfachfenster
55–60 dB Gespräch 1 m entfernt, Rasenmäher SK2 30–34 dB Einfachfenster
60–65 dB

Nähmaschine, Gruppengespräch

SK3 35–39 dB Einfachfenster/
Verbundfenster
65–70 dB Kantinenlärm SK4 40–44 dB Verbundfenster
70–85 dB

Verkehrslärm, Telefonläuten, Presslufthammer

SK5 45–49 dB Verbundfenster/
Kastenfenster
85+ dB vorbeifahrende Lastwagen, Motorsäge, Autohupe SK6 50+ dB Kastenfenster

Die VDI-Richtlinie 2719 legt fest, welche Dämmwerte die einzelnen Schallschutzklassen aufweisen.

Achtung!

Lärmschutz (Icon)Ab einem beständigen Lärmpegel von 60 Dezibel steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Störungen deutlich an. Bei Dauerlärm von mehr als 80 Dezibel treten Schädigungen des Gehörs auf. Die Schmerzgrenze des Menschen liegt bei 130 Dezibel, Lärmeinwirkung von 150 Dezibel führt in wenigen Sekunden zu irreparablen Schäden.

Brandschutz: Auch die Fensterwahl zählt!

Neben brandhemmender Farbe und Brandschutztüren sind gerade auch die Fenster wichtig, um einen Brand im Keim zu ersticken und seine Ausbreitung zu verhindern. Daher sind Brandschutzverglasungen bei vielen öffentlichen Gebäuden zwingend vorgeschrieben. Nur so lassen sich im Falle eines Brandes Feuerbarrieren sowie Flucht- und Rettungswege gewährleisten.

Je nach Brandschutz- bzw. Feuerwiderstandsklasse bietet das Brandschutzglas Schutz vor Feuer und Rauch (Widerstandsklasse G) oder Feuer, Rauch und Hitze (Widerstandsklasse F). Die einzelnen Widerstandsklassen und ihre Eigenschaften finden Sie hier im Überblick:

Klasse G Klasse F Widerstandsdauer in min Eigenschaft
G30 F30 30 min feuerhemmend
G60 F60 60 min hochfeuerhemmend
G90 F90 90 min feuerbeständig
G120 F120 120 min feuerbeständig
G180 F180 180 min feuerbeständig

In Privathäusern wird diese besondere Form der Sicherheitsverglasung nur notwendig, wenn die Gefahr eines Brandes besteht. So legen manche Bauordnungen fest, dass für Heizungsräume oder an Bebauungsgrenzen Brandschutzverglasungen eingebaut werden müssen. Damit kann nicht nur eine Ausbreitung des Feuers im Haus vermieden werden, sondern auch ein Überspringen auf benachbarte Gebäude.

 ​​ Tipp der Redaktion
Ob eine Brandschutzverglasung gesetzlich verlangt wird und welche Feuerwiderstandsklasse eingebaut werden muss, entnehmen Sie der Bauordnung für Ihr Bundesland.

Sicherheit für Fenster und Balkontüren

Gerade für die Kleinsten sind Fenster und Balkontüren sehr verlockend – und eine enorme Gefahrenquelle. Daher empfiehlt sich vor allem für Familien, spezielle Kindersicherungen für Tür- und Fenstergriffe nachzurüsten.

  1. Günstig, schnell und einfach anzubringen sind Aufsätze für die Griffe, die gesteckt oder geschraubt werden. Diese lassen sich zumeist ohne großen Aufwand einbauen und verhindern das Öffnen oder Verändern der Griffe durch mechanische Sperren.
  2. Aber auch abschließbare Griffe können problemlos im Handel erworben werden und ersetzen die bereits angebrachten Fenstergriffe, ohne dass Fenster oder Fensterrahmen Schaden nehmen.
 ​​ Tipp der Redaktion
Wenn es sich um Ihr Wohneigentum handelt oder eine bauliche Veränderung vom Vermieter genehmigt wird, sollten Sie besser gleich auf abschließbare Fenster und Balkontüren setzen. Hierfür müssen zwar zusätzliche Scharniere und Schlösser auf Fensterrahmen und Fensterflügeln montiert werden. Dafür sorgen diese aber nicht nur für Kindersicherheit, sondern schützen auch wirksam vor Einbrüchen.

Vorgeschriebene Absturzsicherungen

Sie bauen oder planen einen Umbau? Während Kindersicherheit und Einbruchschutz in Ihrem eigenen Ermessen liegen, gibt es auch zwingende bauliche Vorschriften. So muss bei Fenstern, die nicht ebenerdig angebracht sind, immer eine Absturzsicherung vorhanden sein. Bei üblich eingebauten Fenstern reicht die Brüstungshöhe der Fensterbank (Mindesthöhe von 0,8 m) als Absturzsicherung aus.

Werden dagegen bodentiefe Fenster eingebaut, ist eine Absturzsicherung von außen notwendig. Das kann sowohl ein Geländer, ein Gitter oder eine Brüstung sein, aus Metall, Glas oder Holz. Je nach Typ wird die Absturzsicherung auf dem Fensterrahmen oder auf der Fassade befestigt.
Im Wesentlichen gibt es drei Varianten, die sich vor allem optisch voneinander unterscheiden:

  • Französische Balkone sind Gitter, die in der Regel auf der Fassade angebracht werden und häufig mit Zierelementen gestaltet sind. Bei modernen Geländerausführungen ist auch eine Befestigung am Fensterrahmen möglich.
  • Einzelne Fensterstangen lassen sich ebenfalls auf der Fassade montieren, aber auch auf dem Fensterrahmen. Bei beiden Montagemethoden befinden sie sich im Fenstersturz und sind damit – anders als französische Balkone – kein aufgesetztes Element, sondern bündig mit der Außenwand.
  • Besonders flexibel in der Anbringung und Gestaltung sind Glasbrüstungen: Ob auf der Fassade oder auf dem Fensterrahmen, hervorstehend oder bündig mit der Außenwand, klar, undurchsichtig oder mit Muster – der Individualisierung sind keine Grenzen gesetzt.
  Rechtliches:

Ab 0,5–1 m Absturzhöhe werden in den jeweiligen Landesbauordnungen Umwehrungen (Brüstung, Geländer, Gitter) vorgeschrieben. Je nach Fallhöhe und Bundesland müssen diese 0,8–1,1 m hoch sein.
Eine übersichtliche Zusammenstellung der Vorschriften finden Sie hier.

Sichere Fenster mit dem Fenster-Magazin.de finden

Sie wollen Ihre Fenster möglichst sicher gestalten und sind auf der Suche nach einem passenden Anbieter? Ob Neubau oder Renovierung, optimale Schalldämmung, Brandschutz, Kinder- und Absturzsicherung – nicht alle Hersteller und Anbieter bieten für jeden Fall die besten Produkte. Informieren Sie sich einfach hier auf Fenster-Magazin.de und nutzen Sie unseren Service als Entscheidungshilfe.

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