Einbruchschutz Fenster - Für Ihre Sicherheit

Einbruchschutz-Fenster verwenden verschiedene Sicherheitstechniken, um Einbrechern das Aufbrechen zu erschweren. Je nach der Dauer, die für das Aufbrechen des Fensters benötigt wird, werden Einbruchschutz-Fenster in verschiedene Resistance Classes (ehemals Widerstandsklassen) eingeteilt. Fenster-Magazin.de informiert Sie über verschiedene Techniken, die bei Einbruchschutz-Fenstern zum Einsatz kommen, und gibt Auskunft über Widerstandsklassen und Resistance Classes.

Einbruchhemmende Maßnahmen bei Einbruchschutz-Fenstern

EinbruchschutzfensterAls Einbruchschutzfenster werden alle Fenster bezeichnet, die mittels angriffshemmender Techniken für eine festgelegte Zeit Einbruchsversuchen widerstehen. Dabei kommen verschiedene Techniken zur Anwendung. Üblich ist beispielsweise der Einsatz von Verbund-Sicherheitsglas (VSG), bei dem sich zwischen den Glasscheiben eine reißfeste und zähelastische Folie befindet. Diese hält zerbrochenes Glas zusammen und erschwert so einen Durchbruch des Glases und damit den Einstieg in das Gebäude. Auch nicht einbruchhemmende Verglasungen können mittels einer durchwurfhemmenden Sicherheitsfolie nachgerüstet werden. In dicht bewohnten Gegenden versuchen Einbrecher jedoch eher, den Fensterrahmen aufzuhebeln, als die Scheiben einzuschlagen. Ohne erweiterten Einbruchschutz können selbst ungeübte Einbrecher dies häufig innerhalb weniger Minuten bewerkstelligen.

Sie suchen Fenster? Fenster finden Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich
mehrere Fenster-Angebote.

Damit das Aufhebeln der Fenster zu erschwert wird, kommen verschiedene mechanische Schutzmechanismen zur Anwendung. Die häufigsten sind:

  • Abschließbare Fenstergriffe
  • Zusätzliche Beschläge (z.B. Pilzkopfzapfen)
  • Scharnierseitenschutz
  • Zusatzschlösser

Generell stellen abschließbare Fenstergriffe bereits einen sehr wirkungsvollen Schutz dar, vor allem in Kombination mit Aushebelungs- und Anbohrschutz. Man sollte jedoch darauf achten, dass es sich um geprüfte Produkte handelt. Zusatzschlösser und zusätzliche Beschläge erschweren das Aushebeln an den anderen Fensterseiten. Pilzkopfzapfen beispielsweise greifen beim Verschließen des Fensters in die mit dem Rahmen verschraubte Stahlschließbleche. Aufgrund ihrer T-Form funktionieren sie wie Widerhaken und erschweren so das Aufhebeln des Fensters. Rundum angeordnete Pilzkopfzapfen bilden einen sehr wirkungsvollen Zusatzschutz. Wichtig ist auch eine Sicherung der Bandseite des Fensters, etwa durch einen Scharnierseitenschutz. Serienmäßige Einbruchschutz-Fenster mit Widerstandsklassenangabe verfügen zumindest über einige dieser Merkmale.

Widerstandsklassen bei Einbruchschutz-Fenstern

Kein Fenster kann auf Dauer entschlossenen Einbruchsversuchen standhalten. Einbruchschutz-Fenster können jedoch dank der verwendeten Sicherheitsmaßnahmen das Öffnen erschweren und für eine bestimmte Zeit hinauszögern. Je nach benötigter Dauer werden Einbruchschutz-Fenster in Widerstandsklassen (WK), seit September 2011 auch in die europaweit genormten Resitstance Classes (RC, englisch für Widerstandsklasse) eingeteilt. Da die Kosten für Einbruchschutz-Fenster mit zunehmender Widerstandsklasse stark ansteigen, sind Fenster der Klasse WK 2 am weitesten verbreitet. Diese bieten einen Basisschutz mit einer Widerstandszeit von drei Minuten. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über Widerstandsklassen und Resistance Classes. Ab WK 2 ist die Verwendung von Sicherheitsverbundglas gemäß der Prüfnorm EN 356 vorgeschrieben.

Sie suchen Fenster? Fenster finden Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich
mehrere Fenster-Angebote.
Widerstands­klasse Widerstands­zeit Tätertyp Vorgehens­weise
RC 1 N 3 min Randalierer zerstörungsfreie Manipulation mit Kleinwerkzeugen; Grundschutz gegen Vandalismus (Gegentreten, Schulterwurf, Hochschieben und Herausreißen); keine Sicherheitsverglasung
RC 2 N 3 min Gelegenheitstäter Aufbrechen mit einfachen Werkzeugen (z.B. Schraubendreher, Zange, Keil); keine Sicherheitsverglasung
RC 2 (WK 2) 3 min Gelegenheitstäter Aufbrechen mit einfachen Werkzeugen (z.B. Schraubendreher, Zange, Keil)
RC 3 (WK 3) 5 min gewohnheitsmäßiger Täter Aufbrechen mit Werkzeugen wie Schraubendreher und Kuhfuß
RC 4 (WK 4) 10 min erfahrener Täter Verwendung von zusätzlichen Säge- und Schlagwerkzeugen (z.B. Schlagaxt, Stemmeisen, Hammer, Meißel, Akku-Bohrmaschine)
RC 5 (WK 5) 15 min erfahrener Täter Verwendung von zusätzlichen Elektrowerkzeugen (z.B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge, Winkelschleifer); Scheibendurchmesser bis 125 mm
RC 6 (WK 6) 20 min erfahrener Täter Verwendung von zusätzlichen leistungsfähigen Elektrowerkzeugen (z.B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge, Winkelschleifer); Scheibendurchmeser bis 250 mm
Sie suchen Fenster? Fenster finden Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich
mehrere Fenster-Angebote.

Wann ist ein Einbruchschutz für Fenster empfehlenswert?

Statistisch gesehen findet in Deutschland alle vier Minuten ein Einbruch statt. Polizeistatistiken zeigen, dass dabei keine Wohngegenden ausgenommen sind. Einbruchschutz-Fenster sind also generell zu empfehlen, zumindest im Erdgeschoss und bei leicht erreichbaren Fenstern im ersten Stock. Je nach Wohngegend und Einsicht sollte es sich dabei um mindestens WK 2 handeln. Eine gute Einschätzung, was für eine Widerstandsklasse empfehlenswert ist, bieten polizeiliche Beratungsstellen. Durch den Einbau von Fenstern mit höheren Widerstandsklassen kann man mitunter Prämienermäßigungen von der Versicherung bekommen.

Partner werden