Fensterarten

Die Einteilung von Fensterarten kann nach unterschiedlichen Gesichtspunkten erfolgen: nach dem Einsatzort, der Öffnungsvariante, dem Material und dem Verwendungszweck. Die häufigste Variante sieht eine Typisierung nach der Bauweise vor, das heißt man spricht beispielsweise von einem Kunststofffenster oder einem Verbundfenster. Im Hausbau werden überwiegend zweifach- oder sogar dreifachverglaste Fenster eingebaut, die eine wärmedämmende Funktion haben. In Altbauten sind häufig noch schlecht isolierte Einfachfenster zu finden.

Fensterarten im Überblick

Wir stellen Ihnen im folgenden die üblichen Fensterarten vor. 

Standardfenster

Unter einem Standardfenster verstehen wir ein einflügeliges Fenster mit einem Rahmen aus Kunststoff, Holz, Aluminium oder aus einem Materialverbund. Das am häufigsten in Deutschland verbaute Fenster ist ein weißes Kunststofffenster mit einem U-Wert von 1,3 W/m²K. In Bezug auf die Sicherheit sind Standardfenster aus Kunststoff meist mit einer 4-Stahl-Pilzkopf-Sicherheitsverriegelung, einer Schaltsperre und einer Fehlschaltsicherung ausgestattet.

Egal, welches Material für den Rahmen verwendet worden ist, Standardfenster besitzen allgemein zwei unterschiedliche Standardgrößen:

Fenster ≤ 2, 3 m²: 1, 23 m x 1, 48 m
Fenster > 2, 3 m²: 1, 48 m x 2, 18 m

Doppelfenster

Doppelfenster bestehen aus zwei parallelen Einscheibenfenstern, die mittels einer Fensterzarge miteinander verbunden sind. Sie werden auch Zweifachfenster genannt. Das Außenfenster wird nach außen geöffnet, das Innenfenster nach innen. Diese Fensterart findet man nur noch in historischen Gebäuden oder Altbauten. Sie entsprechen nicht mehr den aktuellen Energiestandards

Eckfenster

Eckfenster werden im Vergleich in einen Winkel des Raumes eingelassen. Sie eignen sich vor allem für großzügig geschnittene Häuser für einen Panoramablick. Außerdem bekommen Sie Licht aus mindestens zwei Himmelrichtungen, sodass Sie länger etwas von der Sonne haben. Zur Belüftung können auf halber Höhe Kippflügel angebracht werden. Eckfenster bekommen Sie auch in bodentiefer Ausführung, mit Sprossen oder als Schiebefenster. Generell ist der Einbau von Winkelfenstern vergleichsweise teuer. Eckfenster sieht man häufig an Büro- oder öffentlichen Gebäuden.

Erkerfenster

Ein Erker ist ein Vorbau an einer Fassade, er ist überdacht und wirkt nach innen als erweiteres Fensterbrett. Klassische Erker haben Fenster, meist einflügelige, zu drei Seiten. Insbesondere die Positionierung an der Ecke des Hauses lässt verschiedene Blickwinkel von 45° bis 270° zu. Das Erkerfenster lässt Bauherren großen Gestaltungsspielraum.  

Faltfenster

Faltfenster funktionieren nach dem Zieharmonikaprinzip. Sie bestehen aus mehren Fensterflügeln die durch Scharniere miteinander verbunden sind und über eine Decken- und eine Bodenschiene geführt werden. Faltfenster werden bevorzugt in Wintergärten, Terrassen und Balkonen eingebaut, weil sie eine komplette Öffnung der Fensterfront ermöglichen, ohne Zargen im Blickfeld zu haben. Außerdem sind sie platzsparend. Bei der Verwendung von Faltfenstern auf großen Flächen muss auf die Qualität der Rahmen und der Profile auf Grund eventuell eindringender Feuchtigkeit geachtet werden.

  • Anwendungsbereiche: Balkone, Terrassen, Loggia, Wintergärten
  • Auch in kleinen Räumen geeignet da platzsparend durch Faltung
  • Faltung nach innen oder außen, einseitig oder beidseitig

Lamellenfenster

Lamellenfenster lassen sich nicht im klassischen Sinne öffnen, sie besitzen einen feststehenden Flügel, dessen Verglasung in Lamellen unterteilt ist, die nach dem Lamellenprinzip geöffnet werden. Sie sind als einfach verglaste oder Isolierglas-Varianten erhältlich. Lamellenglas stellt ein ideales Lüftungselement dar.  Die Fenster sollten auf Windresistenz vor dem Kauf überprüft werden. 

  • Anwendungsbereiche bei einfacher Verglasung: Bienenhäuser, Laubgänge
  • Bei Verglasung mit Isolierglas: Wohn- und Treppenhäuser, Oberlichter
  • Perfekt für: Belüftung, Rauchabzug

Gaubenfenster

Die Dachgaube bezeichnet einen Dachaufbau, der der Vergrößerung des Wohnraumes und der optischen Erweiterung des Hauses nach außen dient. Gaubenfenster kombinieren den ästhetischen Aspekt einer architektonischen Aufwertung des Eigenheims mit dem praktischen Nutzen, eine ausreichende Belichtung des Dachgeschosses sicherzustellen. Die jeweilige Gaubenform entscheidet darüber, welches Modell eines Gaubenfensters eingebaut werden soll.

 ​​ Baugenehmigung

Der Einbau eines Gaubenfensters muss im Vorfeld durch das Bauamt genehmigt werden. Zu diesem Zweck sollte eine statische Berechnung vom Fachmann sowie ein Bauplan bei dem zuständigen Bauamt der Stadt oder Gemeinde eingereicht werden. 

Badfenster

Die Form und Konstruktion von Badfenstern unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von anderen Außenfenstern. Lediglich der Sicht- und Wärmeschutz sollte in Badezimmern ausgepägter sein.​ Der Einbau kann problemlos selbst übernommen werden, sollte jedoch dem RAL-Montage-Standard entsprechen. 

Weitere Fensterarten im Überblick

Materialien für die Fensterrahmen

Die gängigsten Rahmenmaterialien sind Holz, Kunststoff und Aluminium, oder auch eine Kombination aus einigen der Materialien. Diese können unter anderem mit einer Schallschutz-, Brandschutz- oder Sicherheitsverglasung ausgestattet sein. Die Kategorisierung eines Fensters muss nicht immer eindeutig ausfallen und kann mehrere Arten vereinen.

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