Dachfenster - Für das perfekte Wohnklima

In die Wohnbereiche von Häusern mit Flachdach oder flach geneigtem Pultdach gelangt häufig nur wenig Tageslicht. Dachfenster sorgen für ausreichend Lichteinfall, Ausblick und Belüftung der Räume. Sie können in den Neubau integriert oder nachträglich in den Dachwohnraum eingebaut werden. Hier auf Fenster-Magazin.de informieren wir Sie über die verschiedenen Arten von Dachfenstern. 

Funktionen von Dachfenstern

Dachfensterbau
© Heiner Witthake | fotolia.com

Dachfenster gibt es in zahlreichen Ausführungen, Größen und Formen. Man unterscheidet generell zwischen liegenden und stehenden Dachfenstern. Erstere werden mit dem gleichen Neigungswinkel der Dachfläche eingelassen. Stehende Dachfenster werden mittels Dachaufbau in das Dach integriert. Dachfenster können in sämtliche Dachformen installiert werden, aus praktischen Gründen findet man sie aber meist in Steil- oder Pultdächern.

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Dachfenster in Flachdächern?

Die Anbringung von Flachdach-Systemen ist ebenso möglich, allerdings mit etwas mehr Aufwand verbunden. Für gewöhnlich werden hierbei Lichtkuppel-Fenster oder Wärme- und Rauchabzugsfenster verwendet. Für eine praktischere Nutzung und eine ansprechende Optik werden zudem spezielle Flachdach-Systeme angebracht. Zur Montierung dieser benötigt man Flachdach-Einbaurahmen, die die Stabilität der Fenster gewährleisten. Die Dachfenster können manuell oder elektronisch bedient werden.

Schutz gegen die Sonne

Für ein optimales Klima der Dachräume gibt es zahlreiche Sonnenschutz-Möglichkeiten. Innen sorgen beispielsweise Rollläden für die nötige Abdunkelung, für die Außenanbringung eignen sich je nach Größe der Fensterfläche Außenrollos oder ausfahrbare Markisen.

Anwendungsbereiche von Dachflächenfenstern

Dachbodenfenster
© Daniel Bujack | fotolia.com

Dachflächenfenster dienen der Belichtung und der Belüftung, hinzukommend müssen sie in ausgebauten Dachräumen bestimmte Dämmeigenschaften erfüllen. Sie müssen den Anforderungen der Bauregelliste entsprechen und sind Ü-zeichenpflichtig. Das Ü-Zeichen dient dem Nachweis der Verwendbarkeit von Bauprodukten nach § 17. Die Vorschriften werden beispielsweise von der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) bestimmt. 

  • Ein Dachflächenfenster bringt mehr Lichteinfall als ein senkrechtes Dachfenster gleicher Größe
  • Dachflächenfenster unterliegen strengen Bauregelungen, wodurch die Anbringung erschwert werden kann
  • Dachflächenfenster hingegen müssen über entsprechende Dämmwerte verfügen und bieten gleichzeitig Schutz vor allen Witterungsbedingungen

Funktion von Dachlukenfenstern und Oberlichtern

Häufig werden neben Dachfenstern und Dachflächenfenstern auch Dachlukenfenster verwendet. Die Lukenfenster sind vergleichsweise klein und dienen primär der Belüftung und Belichtung des Dachbodens. Da sie generell nicht für die Anbringung in Wohnräumen gedacht sind, benötigen sie keine aufwendige Isolierung. Eine weitere Möglichkeit die Dachräume mit Licht und Luft zu versorgen, sind Oberlichter. Hierbei handelt es sich um Fensteröffnungen in der Decke. Auch sie beschränken sich in ihrer Funktion auf die Belichtung des Raumes, eignen sich deshalb vor allem für größere Räume oder Hallen, die nicht über Seitenfenster oder Außenwände verfügen.

Einbau von Dachfenstern

Entscheiden Sie sich für einen Durchbruch, um ein Dachfenster einzubauen, prüfen Sie zunächst die Dacheindeckung und Dämmung: Je nachdem welche Materialien dort verwendet wurden, brauchen Sie unterschiedliche Werkzeuge für den Durchbruch. Auch die Kosten für den Dachdruchbruch variieren je nach Eindeckung.

Vor dem Einbau: Welches Fenster soll es sein?

Anbieter haben Dachfenster in verschiedenen Ausführungen. Sie können wählen zwischen folgenden Optionen:

  • spezielle Wärmedämmung
  • Solarfenster
  • Schallschutz
  • Regenschallschutz
  • natürlicher Reinigungseffekt
 ​​ Tipp der Redaktion
  • Je flacher das Dach, desto größer fällt das Fenster aus.
  • Je höher Sie das Fenster anbringen, desto optimaler ist der Licheinfall.
  • Wollen Sie aus dem Fenster rausgucken können, ist eine untere Anbringungshöhe von 1,30 Meter empfehlenswert.

Dachfenster selber einbauen

  1. Entsprechende Fensteröffnung für das Dachfenster vorbereiten 
    Dazu schneiden Sie die Dachpappe an der Stelle des Daches aus, an der das Fenster platziert werden soll. Anschließend entfernen Sie die Eindeckung und schneiden die Dachlatten mit einer Säge ab. Jetzt bringen Sie eine Stützlatte und eine Auflagelatte an. Die Latten werden horizontal ausgerichtet und mit Schrauben auf der Dachoberfläche fixiert. Die Auflagelatte bringen Sie in der Höhe an, in der der Belndrahmen nach unten abschließen soll.
  2. Blendrahmen vorbereiten
    Entfernen Sie den Fensterflügel aus dem Blendrahmen und montieren Sie die Montagewinkel an den Blendrahmen. Dann schrauben Sie die Beschläge an, mit denen der Blendrahmen auf den Sparren montiert wird. 
  3. Blendrahmen in die Öffnung einlassen
    Setzen Sie den Blendrahmen in die Dachöffnung und fixieren Sie ihn mit Stützkeilen. Achten Sie auf die korrekte Justierung des Fensters. Die Auflagelatte stützt das Fenster, damit es nicht nach unten wegrutscht. Fixieren Sie nun die Beschläge.
  4. Fenster dicht machen
    Nehmen Sie Folie und verlegen Sie diese um das Fenster herum, tackern Sie sie an dem Blendrahmen fest. Danach befestigen Sie den Eindeckrahmen von unten nach oben am Blendrahmen und am Sparren. Die Ziegel können anschließend wieder bis an den Rahmen heran verlegt werden. Zum Schluss hängen Sie nur noch den Fensterflügel ein. Fertig!
 ​ Ziehen Sie einen Fachmann zurate!

Bei baulichen Veränderungen, wie dem Dachdurchbruch für ein Fenster, sollten Sie sich vorher vergewissern, ob Sie dadurch die Statik des Daches beeinträchtigen. Fragen Sie einen Fachmann, z. B. einen Statiker oder Zimmermann.

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