Thermenfenster

Thermenfenster sind spezielle Fenstermodelle, die erstmalig im Römischen Reich verwendet wurden. Die großen, halbkreisförmigen Fenster dienten vorrangig der Belichtung von Thermenanlagen. Thermenfenster werden auch diokletianische Fenster genannt, was auf den Namen des damals herrschenden Kaisers Diokletian zurückgeht. Sie werden durch zwei senkrechte Pfosten in drei Glasflächen unterteilt, wobei die mittlere Scheibe aus optischen Gründen meist etwas größer als die zwei äußeren Fensterscheiben ist. In der frühzeitlichen Architektur sowie in der Renaissance traten Thermenfenster vermehrt auf. Bekannt für die vielfache Verwendung von Thermenfenstern ist vor allem der italienische Renaissance-Architekt Andrea Palladio, der die besondere Fensterform in nahezu allen seinen Bauten integrierte. Auch heutzutage findet man die Halbkreisfenster als besonderes Dekorationsmerkmal an vielen Gebäuden wieder.